Photo (geotagged JPEG) (.jpg)
Ein geotaggtes Foto ist ein JPEG, das weiß, wo es aufgenommen wurde. Die Koordinaten stehen in den Exif-Metadaten des Bildes — damit ist ein Ordner voller Urlaubsfotos ein verkappter Track.
Auf einen Blick
| Endung | .jpg |
| Kodierung | binary |
| Medientyp | image/jpeg |
| Erfunden | 1995 |
| Von | Japan Electronic Industries Development Association (JEIDA); maintained today by JEITA and CIPA |
| Aktuelle Version | Exif 3.1, released 30 January 2026 |
Geschichte
Exif — Exchangeable image file format — wurde zuerst von der Japan Electronic Industries Development Association, JEIDA, definiert; die erste Version erschien im Oktober 1995. Gepflegt wird der Standard heute gemeinsam von JEITA und CIPA, aktuell in der Version Exif 3.1 vom 30. Januar 2026. Die GPS-Unterstützung ist dabei kein nachträglicher Zusatz eines einzelnen Herstellers, sondern Teil des Standards.
Wo es verwendet wird
Jedes Smartphone und nahezu jede Digitalkamera schreibt Exif; Kameras mit GPS-Empfänger — oder gekoppelt mit einem Telefon oder Logger — schreiben auch die GPS-Felder. Fotoverwaltungen, Kartendienste und Foto-Plattformen lesen sie, und so landet ein Bild auf der Karte, ohne dass jemand einen Ort eingetippt hätte.
Aufbau
Die Exif-Metadaten liegen im Bild selbst und sind als TIFF-Verzeichnisse aufgebaut. Der Standort steht in einem eigenen GPS-Unterverzeichnis, erreichbar über den privaten TIFF-Tag 0x8825, mit Breiten- und Längengrad samt den Referenzfeldern für die jeweilige Hemisphäre sowie Höhe und Zeitstempel der Aufnahme. Denselben Exif-Container tragen auch TIFF-, PNG-, WebP-, JXL- und WAV-Dateien — das geotaggte Foto, das man tatsächlich in der Hand hat, ist jedoch fast immer ein JPEG.
Verbreitung
Exif wird praktisch von jedem Kamerahersteller unterstützt — damit ist dies das am häufigsten geschriebene Standortformat auf dieser ganzen Website, größtenteils von Menschen, die gar nicht wissen, dass sie einen Track aufzeichnen.
Unterstützung in RouteConverter
| Liest | Photo |
| Schreibt | Photo |
RouteConverter liest die GPS-Felder aus Fotos und schreibt sie auch zurück — eine Fotoserie lässt sich also in einen Track verwandeln, und umgekehrt lässt sich ein Track nutzen, um Fotos ohne Koordinaten nachträglich zu verorten. Die Exif-Verarbeitung nutzt Apache Commons Imaging.