Garmin POI (.gpi, .xcsv)
Eine .gpi-Datei enthält eigene Sonderziele für ein Garmin-Gerät — Blitzer, Tankstellen, Campingplätze, Händlernetze. Damit ist sie das Garmin-Gegenstück zu TomToms OV2.
Auf einen Blick
| Endung | .gpi, .xcsv |
| Kodierung | binary |
| Von | Garmin |
Geschichte
GPI ist das Format, das Garmins Werkzeug POI Loader erzeugt. Der POI Loader ist dabei die Brücke und nicht die Quelle: Er nimmt GPX, OV2, KML, LMX, CSV, ASV oder ITN entgegen und schreibt die .gpi, die das Gerät tatsächlich lädt. Garmin hat nie eine Spezifikation veröffentlicht; die unabhängige Unterstützung — auch die von GPSBabel — beruht auf Reverse Engineering.
Wo es verwendet wird
Eigene Sonderziel-Sammlungen werden auf Garmin-Geräte für Auto, Motorrad und Outdoor geladen. Ein ganzer Nischenmarkt veröffentlicht solche Sammlungen, und kommerzielle POI-Anbieter sind der Hauptgrund, warum einem die Dateiendung überhaupt begegnet.
Aufbau
GPI ist ein binärer Container. Über Koordinaten und Namen hinaus kann er die Extras tragen, die ein Gerät am Punkt anzeigt — ein Bitmap-Symbol, eine Warndistanz, eine Geschwindigkeitsschwelle, eine Telefonnummer. Deshalb ist eine Sammlung eine einzige .gpi und nicht eine Datendatei samt Symbolordner. Zu beachten: Manche kommerziellen GPI-Dateien legen eine eigene Verschlüsselung oder Komprimierung darüber, wodurch ihr Inhalt für jedes fremde Werkzeug unlesbar wird.
Verbreitung
Auf Garmin-Hardware beschränkt und dort weit verbreitet. Da der POI Loader GPX annimmt, entsteht die Liste üblicherweise zuerst in einem portablen Format, und der Loader erzeugt daraus die .gpi — genau die erste Hälfte davon erledigt RouteConverter.
Unterstützung in RouteConverter
| Liest | Garmin POI, Garmin POI Database |
| Schreibt | Garmin POI, Garmin POI Database |
RouteConverter verarbeitet sowohl die .gpi-Sonderzieldateien als auch die .xcsv-Sonderzieldatenbank über das mitgelieferte GPSBabel und nicht mit einem eigenen Parser; gpsbabel muss also vorhanden sein — der Installer bringt es mit. Eine von einem kommerziellen Anbieter verschlüsselte GPI-Datei lässt sich außerhalb dessen eigener Software nicht lesen.