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... das nutzerfreundliche GPS-Werkzeug

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Nachbearbeiten von Tracks

Aufzeichnungen von Positionen auf einer zurückgelegten Strecke, also Tracks, lassen sich vielfältig nutzen, z.B.:

  • um nachzuvollziehen, was man erreicht hat beim Fahren, Fliegen, Gehen, Laufen usw.
  • um nachzuvollziehen, wo man gewesen ist beim Erkunden, Vermessen, Geocaching usw.
  • um Fotos mit GPS-Positionen anzureichern ("Geotagging")

Track in Route konvertieren

Um eine zurückgelegte Strecke wieder zurückzulegen ist es nötig, einen Track in eine Route zu konvertieren. Denn üblicherweise umfassen Tracks viele tausend bis zehntausend Positionen während Routen aus wenigen Dutzend bis einhundert Positionen bestehen. Das kommt daher, daß die allermeisten Navigationsgeräte straßennetzbasiert und darauf ausgelegt sind, aus relativ wenigen Wegpunkten eine Route zu berechnen. Zwischen den Wegpunkten navigiert das Navigationsgerät dann selbständig anhand seiner eigenen Karte.

Das heißt beispielsweise bei Geräten von TomTom, daß ein Track von 2101 Positionen auf 48 Positionen ausgedünnt werden muß, um im TomTom als Reiseroute genutzt werden zu können. Dazu bietet RouteConverter zwei Menüpunkte

  • Positionsliste/Konvertiere Track in Route
  • Position/Doppelte Positionen löschen...

Komfortable Lösung

Die einfache und komfortable Lösung besteht darin, in RouteConverter die Kartenanzeige auf Route umzustellen und die Anzahl der Positionen mit dem Douglas-Peucker-Algorithmus und einem fest eingestellten Grenzwert von 100 Metern auszudünnen:

Konvertiere Track in Route

Die dadurch ausgedünnte Route besteht dann beispielweise aus 843 Positionen und so kommt die zweite Funktion von RouteConverter zum Einsatz:

Manuelle Lösung

Mehr Kontrolle und Auswahlmöglichkeiten bietet die Funktionalität, doppelte Positionen zu löschen:

Doppelte Positionen löschen

Der daraufhin erscheinendende Dialog bietet drei Optionen, Positionen zu markieren und gegebenenfalls zu löschen:

Lösche Positionen

Der folgende Ablauf hat sich bewährt:

  • Markiere alle Positionen innerhalb einer Distanz von 200 Meter zu ihrem Vorgänger
  • Löschen der markierten Positionen
  • Der Track sollte danach deutlich weniger Positionen haben, kontrolliere auf der Karte und in der Positionsliste, daß keine wesentlichen Teile des Tracks verloren gegangen sind

Falls die Anzahl der Positionen wie im Beispiel mit 438 weiterhin deutlich zu hoch liegt:

  • Markiere alle redundanten Positionen bei einem Grenzwert von 20 Metern mit dem Douglas-Peucker-Algorithmus
  • Löschen der markierten Positionen
  • Der Track sollte danach deutlich weniger Positionen haben. Auf der Karte und in der Positionsliste sollte kontrolliert werden, daß keine wesentlichen Teile des Tracks verloren gegangen sind

Falls die Anzahl der Positionen wie im Beispiel mit 92 weiterhin deutlich zu hoch liegt:

  • Markiere alle Positionen außer jeder 2 ten Position
  • Löschen der markierten Positionen
  • Der Track sollte auf die Hälfte der Positionen reduziert werden, kontrolliere auf der Karte und in der Positionsliste, daß keine wesentlichen Teile des Tracks verloren gegangen sind

Spiele etwas mit diesen drei Optionen herum. Verändere gegebenenfalls auch die Parameter der einzelnen Optionen, um ein "Gefühl" für das Resultat zu bekommen. Wenn es Dir gelingt, den Track auf 48 oder weniger Positionen zu reduzieren, hast Du das Ziel erreicht.

  • Wähle "Datei/Speichern als..."
  • Wähle unten im Speicherndialog den Dateityp z.B. TomTom 5 Route (*.itn)
  • Wähle einen neuen Dateinamen, damit die Originaldatei nicht versehentlich überschrieben wird
  • Speichere die Datei im Routenordner Navigationsgerätes., z.B. itn bei TomToms

Kontrolle ist besser

Lade die Routendatei in Dein Navigationsgerät und vergleiche dort in hoher Zoom-Stufe, ob die Route vom Navigationsgerät wie gewünscht berechnet wurde. Das Navigationsgerät routet zwischen den Wegpunkten anhand seiner eigenen Straßennetzkarte, mit seinem eigenen Routingalgorithmus und Deinen Routingoptionen. Dadurch können die Ergebnisse vom Google Maps-basierten Routing in RouteConverter abweichen.

Dazu kommt, daß die Route durch starkes Ausdünnen eines Tracks entstanden ist. Der Track wiederum ist eine Aufzeichnung mit den GPS-typischen Ungenauigkeiten und Ausreißern. Das Ausdünnen des Tracks und Ungenauigkeiten während der Aufzeichnung können zu merkwürdigen Ergebnissen führen, die Du manuell mit RouteConverter korrigieren mußt. Ein Beispiel für solche Ungenauigkeiten ist die Aufzeichnung einer Position auf der 'falschen' Richtungsfahrbahn einer Autobahn, die schwierig als besucht zu markieren ist, wenn man mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs ist.

Mit der Zeit gewinnt man Routine bei diesem Abgleich und kann häufigeres Nachbessern in RouteConverter und Kopieren aufs Navigationsgerät vermeiden.